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Krieg in der Ukraine/ Flüchtende

 

Liebe Gemeindemitglieder,

seit Ende Februar tobt in der Ukraine ein schrecklicher Krieg. So, wie alle deutschen Städte und Kommunen, wird auch Uedem Heimatvertriebene aus der Ukraine aufnehmen.

Überwältigend viele Uedemer Bürger*innen haben bereits Kontakt zu Cafe-Konkret aufgenommen, weil sie helfen möchten.

Das Cafe-Konkret bereitet im engen Kontakt zur Verwaltung der Gemeinde Uedem die Ankunft der flüchtenden Mitmenschen in Uedem vor. Aus den Medien und aus Berichten der an den Grenzen der Ukraine tätigen Hilfsorganisationen wissen wir, dass hauptsächlich Frauen mit minderjährigen Kindern kommen werden. 

Cafe-Konkret bittet alle Uedemer um Unterstützung . Bitte beachten Sie die folgenden Hinweise:

– Wenn jemand Wohnraum zur Verfügung stellen kann, der melde sich bitte im Rathaus beim Ordnungsamt. Die Gemeinde Uedem mietet diesen Wohnraum an, um Flüchtlinge unterzubringen. Wer Wohnraum leer stehen hat, sollte jetzt sein Herz öffnen!

– Die FeG-Auslandshilfe hat ein Sammellager eingerichtet und nimmt dort Ihre Spenden an, um in den aktuellen Krisengebieten in Südost- und Osteuropa die Flüchtenden und die Bevölkerung der armen Nachbarländer der Ukraine, mit dem Notwendigsten zu versorgen.
Das Sammellager finden Sie in Uedemerbruch auf dem Hof der Familie Immig, Dorf 55.
Sie können dort “ Pakete zu Leben “ oder “ Seifenspender “ abgeben.
Pakete zum Leben: 2Liter Öl, 2kg Mehl, 2kg Zucker, 2kg Nudeln, 2kg Reis, 2 Röhrchen Multivitamintabletten. Kosten ca. 12€
Seifenspender: 1 Allzweckgefierbeutel mit Zippverschluss ( 24x31cm / 3l ), 5er-Pack Schwammtücher, 2 Zahnbürsten, 1 Tube Zahnpasta (125ml), 2 Kinderzahnbürsten, 1 Tube Kinderzahnpasta (100ml), 2 Stück Seife a 150g. Kosten ca. 4,50€
Es ist möglich, für die beiden Pakete selbst einzukaufen oder zu spenden.
In die Pakete zum Leben und die Seifenspender bitte genau das Angegebene einpacken, nicht weniger und auch nicht mehr! Es gibt sonst Probleme bei der Zollabfertigung.
Außerdem können Sie bei Familie Immig alles abgeben, was gut erhalten ist: Kleidung, Schuhe, medizinische Hilfsgeräte (Rollatoren, Rollstühle,….),Fahhräder, Bettwäsche, Spielsachen…….Keine elektronischen Geräte!
Das Sammellager hat ab April an jedem ersten Freitag von 15.00h bis 17.00h geöffnet.

– Wenn Sie gut erhaltene Kleidung, Bettwäsche, Schuhe spenden möchten und hilfesuchenden Menschen helfen möchten, die in Uedem leben, ist die Kleiderkammer der Evangelichen Kirche Uedem die richtige Adresse. Frau Erika Aye (02825/6674) ist die Ansprechpartnerin.
Cafe-Konkret kann weder Kleidung noch Haushaltsgegenstände annehmen, da dafür keine ausreichenden Lagerkapazitäten vorhanden sind.

– Verkehrstüchtige Fahrräder für Kinder und Erwachsene können Sie gerne bei Cafe-Konkret abgeben.

Wenn Sie mit anpacken möchten, würden wir uns freuen! Wenden Sie sich bitte direkt an die Leitung von Cafe-Konkret:

Herr Hans Dieter Kahrl: 02825/939600 oder 0171 9733109
Frau Sujata Davids: 02825 939693 oder 01522 7471880

Wir sind davon überzeugt, dass wir auch diese Krise mit Ihnen gemeinsam meistern werden und auch aus den Trümmern dieses Krieges etwas gutes Neues in unserer kleinen Gemeinschaft in Uedem entstehen wird.

Der Fromme von morgen …

„Der Fromme von morgen wird ein ‚Mystiker‘ sein, einer, der etwas ‚erfahren‘ hat, oder er wird nicht mehr sein, weil die Frömmigkeit von morgen nicht mehr durch die im voraus zu einer personalen Erfahrung und Entscheidung einstimmige, selbstverständliche öffentliche Überzeugung und religiöse Sitte aller mitgetragen wird, die bisher übliche religiöse Erziehung also nur noch eine sehr sekundäre Dressur für das religiöse Institutionelle sein kann. Die Mystagogie muß von der angenommenen Erfahrung der Verwiesenheit des Menschen auf Gott hin das richtige ‚Gottesbild‘ vermitteln, die Erfahrung, daß des Menschen Grund der Abgrund ist: daß Gott wesentlich der Unbegreifliche ist; daß seine Unbegreiflichkeit wächst und nicht abnimmt, je richtiger Gott verstanden wird, je näher uns seine ihn selbst mitteilende Liebe kommt.“

Das schreibt Karl Rahner schon 1971. Wer das Zitat noch nicht ganz verstanden hat, der kann es auch aufdröseln. Christ wird nur noch der sein, der etwas erfahren hat, weil eine einstimmige, selbstverständliche und öffentliche Überzeugung aller (Stichwort Volkskirche) nicht mehr gegeben ist. Die religiöse Erziehung ist heute zu einer Art Dressur verkümmert, wie man sich in der Kirche oder zu bestimmten Anlässen äußerlich benimmt (das meint Rahner mit der Dressur für das religiös Institutionelle). Rahner geht es um die Erfahrung Gottes, was mehr ist als Benimmregeln oder religiöses Brauchtum. Denn das hat für Rahner keine Zukunft. Welcher Gott soll denn verkündet und noch besser erfahren werden? Welches „Gottesbild“? Hier sagt Rahner am Ende des Zitats: Gott ist wesentlich der Unbegreifliche. Und Gottes Unbegreiflichkeit, Unerklärlichkeit, Unverständlichkeit wächst auch noch, je näher seine Liebe zu uns kommt. Gott ist wesentlich Geheimnis. Wer das nicht erfährt, so Karl Rahner, wird kein Christ bleiben. Oder noch einmal im Originalton:„Der Fromme von morgen wird ein ‚Mystiker‘ sein, einer, der etwas ‚erfahren‘ hat, oder er wird nicht mehr sein …“